2. NRW-Fachtag: Sozialpädagogische Berufs- und Lehrer*innenbildung im Dialog
2. NRW-Fachtag: Sozialpädagogische Berufs- und Lehrer*innenbildung im Dialog
Am Freitag den 09.10.2026 findet der 2. NRW-Fachtag der beruflichen Bildung Sozialpädagogik an der BUW statt. In spannenden Vorträgen und verschiedenen Workshops werden wir uns mit dem Thema Demokratiebildung in der sozialpädagogischen Berufs- und Lehrer*innenbildung auseinandersetzen. Besonders in der heutigen Zeit ist es von großer Bedeutung, dass das Demokratieverständnis nicht verloren geht, sondern stärker denn je aktiv herausgebildet und gefördert wird. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, anregende Diskussionen zu schaffen und Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen. Dabei wird es auch Raum geben, um bestehende Verbindungen zu vertiefen und neue Vernetzungen aufzubauen. Im Rahmen dieser Tagung möchten wir mit Ihnen gemeinsam die Umsetzung einer gelingenden Demokratiebildung erschließen, weiterentwickeln und den Diskurs vorantreiben.
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, aber die Plätze sind begrenzt. Über diesen Link können Sie sich für die Tagung anmelden.
Ablauf
09:30 Uhr: Anmeldung und Ankommen
10:00 Uhr: Beginn der Tagung
10:30 Uhr. Keynote von Prof. Dr. Uwe Uhlendorff “Möglichkeitsräume eröffnen. Über fachdidaktisch angeleitete Selbstreflexionen in unsicheren Zeiten.”
11:30 Uhr: World Café
12:00 Uhr: Mittagspause
13:00 Uhr: Parallele Workshops
Stephan Dorf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bergischen Universität Wuppertal “Gefährdete Demokratiebildung?! Zur rechten Landnahme (sozial)pädagogischer Diskurse”
Leitung der Kindertagesstätte Pöppenteich, Detmold, Kay Pankratz und Petra Welge “Demokratiebildung in der Kita - Partizipation von Anfang an”.
Nils Bröring, Bildungsgangleiter Fachschule für Sozialpädagogik des Erzbischöfliches Berufskolleg Köln „Mitbestimmen und Verantwortung übernehmen - Ansätze und Methoden der Demokratiebildung angehender Erzieher:innen“
15:00 Uhr: World Café
15:30 Uhr: Postersession
16:15: Abschluss
Ausführlichere Infos zum Programm
Der Fachtag findet von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr statt. Sie können sich ab 09:30 bei uns anmelden. Nach der Eröffnung und Begrüßung beginnt Prof. Dr. Uwe Uhlendorff von der TU Dortmund mit einer Keynote mit dem Titel “Möglichkeitsräume eröffnen. Über fachdidaktisch angeleitete Selbstreflexionen in unsicheren Zeiten.” Nach dem Auftakt eröffnen wir ein World Café mit Tee und Kaffee, um Perspektiven auszutauschen und bereits Ideen zu entwickeln. In der anschließenden Mittagspause haben Sie bei einer warmen Suppe die Möglichkeit diese Ideen zu vertiefen. Die anschließenden drei parallellaufende Workshops geben Ihnen die Möglichkeit Einblicke aus verschiedenen Bereichen der sozialpädagogischen Arbeit zu bekommen.
Zum einen haben wir Stephan Dorf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bergischen Universität Wuppertal, als Vertreter aus der Forschung da. Sein Workshop trägt den Titel “Gefährdete Demokratiebildung?! Zur rechten Landnahme (sozial)pädagogischer Diskurse” Seit einigen Jahren lassen sich (vermehrt) Landnahmen der extremen Rechten in sozialpädagogischen Feldern beobachten. Über den strategischen Einsatz von Kampfbegriffen wie „Umerziehung“, „Frühsexualisierung“ oder „Genderideologie“ werden (sozial)pädagogische Themen aggressiv besetzt und so versucht, in Feldern der Erziehungswissenschaft und der Sozialpädagogik fußzufassen. Daher muss die Bildung von Demokratie gegenwärtig auch von der Seite ihrer Gefährdung aus betrachtet werden.
Der Workshop zielt darauf, diese diskursive Landnahme sowohl als politische Strategie als auch als Zumutung für die Sozialpädagogik sichtbar zu machen. Zudem stellt er die Frage nach Handlungsmöglichkeiten, um Perspektiven zu finden, wie auf den dezidiert politischen Diskurs der extremen Rechten von wissenschaftlicher und professioneller Seite aus reagiert werden kann. Bei Bedarf können auch die in diesem Kontext immer wieder vorgebrachten – für Erzieher*innen und deren Ausbilder*innen gleichermaßen verfänglichen – Forderungen nach politischer Neutralität von Sozialpädagogik/Sozialer Arbeit thematisiert werden.
Der zweite Workshop wird von der Leitung der Kindertagesstätte Pöppenteich, Detmold, Kay Pankratz und Petra Welge, angeboten: “Demokratiebildung in der Kita - Partizipation von Anfang an”. Demokratie beginnt nicht erst in der Schule oder im Erwachsenenalter, sondern viel früher – in der Art, wie Kinder ihre Welt erleben dürfen. Doch was heißt das eigentlich im pädagogischen Alltag?
Dieser Workshop lädt dazu ein, zu reflektieren und ins Gespräch zu kommen:
Am Praxisbeispiel der Kita Pöppenteich aus Detmold, einer Einrichtung, die Partizipation nicht nur im Konzept stehen hat, sondern im Alltag lebt nehmen wir uns die Zeit, die Perspektive zu wechseln und mit Kinderaugen auf das zu schauen, was Partizipation in der Praxis wirklich bedeutet.
Dort wird sichtbar, wie Kinder und Erwachsene aktiv in Entscheidungen einbezogen werden, wie Räume und Angebote Mitgestaltung ermöglichen und wie Teams gemeinsam daran arbeiten können, Teilhabe im Alltag erfahrbar zu machen.
Der dritte Workshop wird von Nils Bröring, Bildungsgangleiter Fachschule für Sozialpädagogik des Erzbischöfliches Berufskolleg Köln, geleitet. „Mitbestimmen und Verantwortung übernehmen - Ansätze und Methoden der Demokratiebildung angehender Erzieher:innen“ heißt dieser Workshop. Weitere Informationen zum Workshop folgen noch.
Sie können sich für einen der drei Workshops entscheiden. Durch Inspiration aus den Workshops kommen wir nochmal in einem World Café zusammen und können die neu gelernten Inhalte miteinander besprechen, Gedanken austauschen und neue Perspektiven entdecken. Nach einer Postersession findet der gemeinsame Fachtag seinen Abschluss.
Bei Rückfragen können Sie sich unter folgender E-Mail gerne melden: sozpaedlabor[at]uni-wuppertal.de
Anreise
Passend zur Wuppertaler Industriegeschichte laden wir Sie mit der NRW-Tagung in die ‚Alte Weberei‘ in der Bärenstraße 11-13 in 42117 Wuppertal ein. Der in der ‚Alten Weberei‘ liegende
‚Freiraum‘ ist das Innovationslabor der Bergischen Universität Wuppertal und wird der Veranstaltungsort der zweiten NRW-Tagung sein.
Der ‚Freiraum‘ liegt mitten im Wuppertaler Stadtquartier ‚Am Arrenberg‘. Für die Anreise empfehlen wir die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, da es sich bei den einzigen Parkplatzmöglichkeiten in der näheren Umgebung um Straßenparkplätze im umliegenden Wohngebiet handelt. Weitere Parkmöglichkeiten stellen lediglich einige zwei bis drei Kilometer entfernte, kostenpflichtigen Parkhäuser dar (z. B. Wicküler City Parkhaus, Contipark Parkhaus Islandufer, Parkhaus B+B Mäuerchen, Parkhaus City-Arkaden).
Entscheiden Sie sich für die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, können Sie direkt das Wuppertaler Wahrzeichen kennenlernen: Die Schwebebahn. Diese fährt beim Hauptbahnhof los. Für die Anreise zum ‚Freiraum‘ wählen Sie die Richtung ‚Vohwinkel‘ und steigen drei Haltestellen später bei der ‚Pestalozzistraße‘ aus. Von dort aus überqueren Sie auf der Pestalozzistraße die Wupper, biegen dann zweimal links ab (erst in die Gutenbergstraße, danach in die Bärenstraße) und erreichen dann nach insgesamt circa 400 Meter am Ende einer Sackgasse die ‚Alte Weberei‘ auf der linken Seite.