Feministisches Kolloquium "Faschismus als verschobener Eigentumsrausch"
Forschungskolloquium der Allgemeinen Erziehungswissenschaft
Eva von Redecker
Faschismus als verschobener Eigentumsrausch.
Weltweit greifen rechte Tendenzen um sich. In Deutschland herrscht eine rege Debatte darum, ob es “schon” gerechtfertigt sei, von Faschismus zu sprechen. Eva von Redecker argumentiert, dass sich diese Frage überhaupt nur angehen lässt, wenn man sich über die Definition des Begriffs verständigt. Sie schlägt vor, faschistische Politik von Populismen und Autoritarismen abzugrenzen, insofern diese gegenstandslose Besitzansprüche eliminatorisch verteidigt. Der Faschismus wendet sich an vermeintlich geprellte Eigentümer und bietet ihnen eine ultimative Lizenz zur Gewalt – kein geringes Versprechen in einer Zeit, in der vielen die Zukunft selbst fraglich erscheint. Der Vortrag wird die Faschismusdefinition vorstellen und auch darauf eingehen, welche Ursachen und Gegenstrategien durch sie in den Blick kommen.
Universität Wuppertal, Campus Grifflenberg
Raum: Seminar K7 (K.12.18)
Termin: Monatg, 18.01., 18-20 Uhr (s.t.)